Die Flodders bei Burger King

Fanfaren und Showorchester Gotha 09.2003

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lena im Spot April 2006                                   Lena und Michi Oktober 2005

Lenas Hund Juli

Lena in Partylaune

Hi Heike………….

Ich liebe den Herbst... Es ist nicht kalt, aber auch nicht mehr so erdrückend heiß... Es ist als würde eine frische Melancholie durch die langsam bunt werdenden Blätter ziehen… Wenn man jetzt spazieren geht ist alles etwas leichter...
Vielleicht liegt es daran, dass es schon fast ein Jahr her ist, dass ich in der Wanne saß und durch die Wasserleitungen zu Dir huschen wollte um keine Zeit zu verlieren... In einer Woche ist es wohl ein Jahr....
Gerade in dieser Zeit habe ich das Gefühl ich müsste nur um die Ecke gehen und den Schlüssel, den sie mir anvertraute in die Tür stecken und alles wäre wieder da...
Alles mögliche lässt sich ändern... alles lässt sich zerstören und reparieren... warum DAS nicht? Was hätte anders laufen müssen?
Ich hätte so gern noch einmal diesen Tag zurück. Diesen einen Tag als ich bei dir am Rechner saß und dich fragt wie es Lena geht...
Dieser Tag hat mein Leben verändert... Das Licht war wieder da... Lena...
Naja, ich geh spazieren........
Hab Dich gerne, Mutter des Lichts!

Ein Morgen wie jeder andere.
Die Sonne scheint schon hell.
Es ist nicht kalt.
Jeder Tag war kalt dieses Jahr...
aber nicht heute.
und trotzdem, ein morgen wie jeder andere,
aufstehen,
die Brieftasche für den Bäcker suchen.
der Kalender. Er zeigt Mai.
Es ist doch aber schon der 2.Tag im Folgemonat?
Ich lege die Notizen beiseite, um weiterzublättern.
aber das Handy klingelt...
Nanu? Seit Wochen habe ich sie nicht mehr gehört oder gesehen.
Wahrscheinlich ihr Computer... Frauen und Technik!
Ich nehme ab!
"Hi Schneckchen! Hört man Dich auch mal wieder!"
Im nächsten Moment glaube ich zu ersticken...
Diese Worte passen zu einem ganz normalen Morgen!
Aber nun glaube ich noch nie dümmere Worte gewählt zu haben!
Ich lasse das Handy fallen.
Ohne dass ich selbst etwas mitbekomme schaltet meine Verstand ab.
Ich sehe nichts mehr vor Tränen. Ich kann sie nicht wegwischen,
habe die Hände zu Fäusten geballt.
Ich nehme wie in Trance meine Brieftasche.
Auf dem Weg zum Bäcker mache ich halt bei meinem besten Freund.
Es ist meine bittere Pflicht es zu erzählen.
Alle müssen es erfahren...
( Es gibt nur eines was schlimmer ist als solche Nachrichten zu überbringen
und das ist diese nachrichten überbracht zu bekommen. )
Er zeigt sich gefasst. Noch.
ich gehe weiter. Der Bäcker ist auf der anderen Straßenseite.
Es kommt mir vor wie Stunden.
Ein Auto kommt 20 Zentimeter vor mir zum Stehen.
Jemand ruft "Arschloch" ! Es ist mir so egal.
Alles läuft ab wie reine Routine.
Die Zeit verschwindet sporadisch und taucht dann wieder auf wenn sie will!
Erst ein neuer Anruf reißt mich aus der Dunkelheit.
Sie ist es wieder. diesmal begrüße ich sie nur mit einem verheulten "Ja?".
Eine Zeit wird festgelegt. Der Treffpunkt war klar...
Jede Zelle meines Körpers weigert sich dorthin zu fahren
und zu glauben warum ich das tun soll.
Mein bester Freund weiß bescheid. Ich suche hastig einen Anzug raus. Schwarz.
Wir treffen uns am Auto. Wortlos. Sehen uns eine Sekunde tief in die Augen.
Wir fahren los. Gemäßigtes Tempo, fast durchdacht.
Der einfachste Teil wird immer hinter uns liegen, egal wo und wann wir sind, das war uns klar!
Wir kommen an. Ein paar Autos sind schon da. Unmittelbar nach uns folgen noch viele mehr.
Kein Gesicht ohne verweinte Augen. Sie ist da, kommt ein paar Schritte auf mich zu und gibt mir ein Kuscheltier.
Ein Frosch! Ich umarme sie. Keine Worte mehr. Welche auch?
Ein Zug aus Menschen überquert die Straße und noch immer treffen neue ein.
Mein Jackett heizt sich auf. Nicht die passende Farbe für dieses Wetter!
Ich frage meine Vertrauten um mich. Sie bestätigen mir dass das der erste warme, richtig warme Tag in diesem Jahr ist.
Eigenartig... für einen Moment.
Die Menge geht nicht weiter, sie versammelt sich. um einen Karton vor einem Baum.
Hier war es!
Hier!
Hier hat wurde das Leben von vielen guten und einigen weniger guten Menschen zertrümmert und das von einer wunderschönen jungen Frau beendet,
vor einem halben Tag.

Das ist jetzt 4 Monate her. ich kann noch immer nicht annähernd in Worte fassen welche Schmerzen ich an diesem Tag verspürt habe.
Ich kann noch nicht einmal sagen was ich heute fühle...
Außer einer Mischung zwischen Sehnsucht Lena zu umarmen und Zorn, weil ich noch immer nicht weiß, warum das geschehen musste....
Stattdessen habe ich einen Kurzabriss eines Vormittags niedergeschrieben.
Es ist wieder ein Morgen wie jeder andere....
Das Kuscheltier, der kleine süße Frosch... Ich habe ihn Lena geschenkt... um Oktober letzten Jahres...
Heike brachte ihn mir mit... ich legte ihn unter das Kreuz an die Unfallstelle...
Mein Kalender zeigt noch immer April. Eine stille Vereinbarung mit mir selbst. Ich lebe im April.

Halli

Es ist schwer

einen geliebten Menschen zu verlieren,

aber es ist schön zu erfahren,

wie viele ihn gerne hatten.

 

 
 

 

 


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