deine Ma

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

geb.23.02.1987 verunglückt am 02.05.2006

Du verlierst mich nur,

wenn du mich vergisst.

 

"Glaube nicht, wenn jemand sagt, Regentage seien hässlich.

Es sind die einzigen Tage, an denen du mit erhobenen Kopf weinen kannst..."

Worte ihrer Ma:

Ja mein Kind Kathleen, auch Lena von Ihren Freunden genannt, hatte noch viel vor in ihrem Leben. Aber in ihrem viel zu kurzen Leben war sie auch nicht gerade untätig.

Sie ist in Gotha am 23.02.87 um 8.55 Uhr geboren. Sie war klein und wog auch nicht sehr viel, nahm aber sehr schnell zu, so dass ich sie auch mit nach Hause nehmen durfte. Habe sie mit 18 Jahren bekommen und war damals und immer froh, dass mir meine Eltern, ihre Großeltern, zur Seite standen. Sie kam in den Kinderkrippe, früher Traktorenwerk, da ich in diesem Betrieb meine Lehre machte und auch später dort zur Arbeit ging. Danach besuchte sie den Kindergarten in der Schönen Allee.
Sie konnte sich überall einfügen, da sie ein leichtes und unbeschwertes Kind war. Es machte ihr Spaß etwas neues zu Lernen und wissbegierig war Lena auch sehr. Sie interessierte sich für alles, ob es mit Musik zu tun hatte, oder nur die Natur, Tanzen, Malen, Gedichte und vieles mehr. Sie war für alles zu begeistern. In die Grundschule ging Lena in die Peter Andreas Hansen in Gotha, bis wir nach Waltershausen umzogen. An den Wochenenden wollte sie dann meistens zu ihren Großeltern, nach Gotha, um auch dort ihre alten Freunde zu Besuchen. Selbst als wir nach Wetter, bei Hagen (Dortmund) umzogen, musste ich sie nach Gotha fahren. Sie gab nie ihre alten Kontakte auf, Lena pflegte sie wie ein rohes Ei
.

                                                                                                                                Worte von Lena

Später zog es uns doch wieder nach Gotha zurück. Nun besuchte Lena das Gymnasium-Ernestinium in Gotha ihrer Heimatstadt, wo auch einige ihrer Freunde waren. Mit 14.Jahren entdeckte sie ihre große Liebe- Micha, er war ihr ein und alles. Dann kam die Zeit des Tanzunterrichtes und wer war Lena`s Tanzpartner, natürlich Micha. Sie machten sogar zusammen beim Tanzen das bronzene Abzeichen. Beim Fanfahren und Showorchester spielte sie Lyra, was ihr sehr viel Spaß machte. Da Lena an vieles Interesse hatte, lernte sie auch viele Freunde kennen. Als sie in der 9. Klasse war, hatte Lena keine Lust mehr auf`s Gymnasium und stellte mich, sowie ihre Lehrer vor eine Wahl, entweder sie durfte so ihren Realschulabschluss machen, oder sie macht nicht mehr mit in der Schule. Naja, wir einigten uns darauf das sie ab der 10. Klasse eine andere Schule besuchen durfte und sie einen ordentlichen Abschuss hatte. Lena ging dann ab der 10. Klasse zu Andreas Reyer Schule und es ging weiter. Dort lebte sie sich wie immer gut ein, hatte aber nun nicht mehr soviel Zeit für ihre Hobbys und für ihren Freund Micha. Lena mußte jetzt für die Prüfung lernen und sich für ihren späteren Beruf bewerben und die Zeit nahm sie sich auch.

Tanzstundenball mit Michi

Naja zur Bewerbung: Lena schrieb sich schon manchmal die Finger Blutig, aber das war ihr egal. Sie hatte einen Berufswunsch- Mediengestalter und eine Alternative dazu- Hotelfachfrau. Na gut, als sie noch keine Zusage hatte... sagte sie immer: Letzteres kann man noch ausgestalten zum Hotelmanager. Als erstes kam eine Zusage aus dem Schwarzwald, für die Hotelfachfrau. Lena freute sich darüber und sagte die anderen Bewerbungen ab. Damit andere, die bis dahin keine Lehrstelle haben , dann noch eine Chance hatten eine zu bekommen. Lena schloß die 10.Klasse mit gut ab und dann ging es ab. Ab in den Schwarzwald. Vorher gab es noch eine Abschiedsparty im Garten bei ihren Großeltern.

mit Kumpel im Spot Erfurt, März 2006                                         Lena- träumend

Naja, im Schwarzwald hat Lena nicht lange ausgehalten. Machte dann erst einmal ihre Lehre im Lindenhof in Gotha weiter. Also kam sie aus dem Schwarzwald wieder und brachte eine süße, kleine Katze mit. Die dann auch den Namen Süße bekam. Lena hatte dann auch eine eigene Wohnung, direkt neben mir. Na das war manchmal ein Spaß. Hatte sie was nicht, oder ist es aus gegangen, ging sie bei mir Einkaufen. Aber wir verstanden uns sehr gut und ich lernte schon damals ihre Freunde kennen.

Naja Lena wechselte dann nochmal ihre Ausbildungstelle, aber da fühlte sie sich wohl. Sie machte ihre Ausbildung im Berghotel Friedrichroda weiter. Am 28.04.2006 machten wir (Lena, Nadine und ich, ihre Ma ) einen Frauenabend im MAD Eisenach. Es war sehr schön und wir nahmen uns vor, es einmal im Monat zu wieder holen. Kathleen war an diesen Abend der Fahrer, sie wollte es so, denn beim nächsten mal wäre ja sowieso ich dran gewesen. Wir fuhren dann unbeschwert nach Haus und ruhten uns aus, von der langen, sowie schönen Nacht. Am nächsten Tag machte jeder sein`s. Da mein Auto defekt war, hatte ich das ganze Wochenende Kathleen`s Auto in beschlag, bis Montag Abend. Lena fuhr am Wochenende von einem Kumpel das Auto, was er ihr geliehen hatte.

Nadine, Ma, Lena im MAD Eisenach 28.04.2006

Montag Abend kam Lena mit ihrem Freund und holte ihr Auto bei mir ab. Sonst bekam ich immer noch ein Kussi auf die Wange und eine Umarmung. Heute hatte es Lena besonders eilig, warum wusste ich aber nicht. Wusste, dass sie nochmal zu ihrer Cousine Nadine nach Friedrichroda wollte um zu schwatzen. So gegen 19.30 Uhr telefonierte ich mit Nadine und sprach dann auch noch kurz, mit meinem Kind Kathleen. Sie machte einen lustigen Eindruck auf mich. Konnte ja zu diesen Zeitpunkt nicht wissen, das es das letzte mal seien wird um mit Lena zu reden. Ich schlief dann so gegen 21.00 Uhr auf dem Sofa ein, bis mein Telefon klingelte. Es fragte mir jemand an der anderen Seite, ob ich eine Kathleen Ullrich kenne. Fragte natürlich warum und antwortete zu gleich mit ja.
Fragten mich wer ich bin und ob ich die Mutti von Lena währe. Sagte ihnen das ich die Mutti von Lena bin und fragte was los sei. Der Polizist am anderen Ende sagte mir nur, das 2 Beamte zu mir kämen und müssten einen Sachverhalt mit mir klären. Kurz nach diesem Gespräch, drückte ich auf die Wiederwahltaste um mich zu vergewissern, das ich das nicht geträumt habe. Der Beamte sagte: Frau Schmidt sie träumen nicht ! Wusste nun nicht was los war und telefonierte mit meinem Freund, der sofort zu mir kommen wollte. Nun so viel Zeit, tausend Gedanken und allein. Die Zeit blieb stehen, so kam es mir vor. Telefonierte dann noch mit einer Freundin, die Nachtschicht hatte , denn es war Nachts. Endlich schellte es an der Wohnungstür und die Beamten kamen. Was ist los, was ist passiet. Sie sagten mir dann das Kathleen einen tödlichen Autounfall hatte und war sofort Tot. Meine Lena, mein Kind, das kann nicht sein. Nie wieder in die Arme nehmen, nie wieder diskutieren, nie wieder lachen mit ihr und die vielen, vielen Dinge noch. Das soll vorbei sein???? Ein Alptraum aus dem man nicht erwacht. Ich und viele mehr vermissen sie so. Und möchte mich hier bei allen Bedanken, ob es Lebensgefährte, Eltern, Verwande, Bekannte und Freunde sind, die mich von Tag zu Tag unterstützen und für mich da sind. Möchte mich auch bei Lena`s Freunden bedanken, die sich so liebevoll um mich und meine Familie kümmern. Die auch jetzt sich nicht Abwenden und auch Lena mal eine Blume auf`s Grab legen, oder einfach mal bei Lena vorbei schauen. Die sich für mich Zeit nehmen und ein Gespräch mit mir führen. Einfach nur DANKE!

Lenas Auto- nach dem Unfall

Zeitungsartikel.......

Denkt immer daran, für die Jungen ist es noch nicht die Zeit zum gehen.

   

Lenas kleiner Garten....
 

Menschen die man liebt sind wie Sterne.

 

Sie leuchten lange nach ihrem Verlöschen

 

 
 

 

 

 


Datenschutzerklärung